In der Karl-Arnold-Schule gibt es sogenannte VABO-Klassen. Dort werden unbegleitete minderjährige Geflüchtete unterrichtet, die häufig keine Deutschkenntnisse und teilweise keine schulische Vorerfahrung haben. Die große kulturelle und sprachliche Vielfalt stellt den Schulalltag vor besondere Herausforderungen: Kommunikationsbarrieren, unterschiedliche Werte und fehlende gemeinsame Regeln erschweren das Miteinander und die Integration.

Hier setzte das Projekt an. Durch ein gezieltes Sozialkompetenztraining mit dem ausgebildeten Schulhund Anuk wurden neue Zugänge zum Lernen und Zusammenleben geschaffen. Die tiergestützte Pädagogik ermöglicht nonverbale Kommunikation, baut Ängste ab und fördert Vertrauen. In der Arbeit mit dem Hund erleben die Jugendlichen positive soziale Interaktionen, stärken ihr Selbstbewusstsein und entwickeln ein Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Das Projekt zeigte deutliche Erfolge: Lehrkräfte berichten, dass einzelne Schülerinnen und Schüler während der Projektzeit so aktiv und kommunikativ waren wie noch nie zuvor. Die Anwesenheit des Hundes trug maßgeblich dazu bei, Hemmungen abzubauen und eine vertrauensvolle Lernumgebung zu schaffen.

Insgesamt konnte das Projekt alle gesetzten Ziele erreichen. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung sozialer Kompetenzen und unterstützt die Jugendlichen dabei, sich in ihrer neuen Lebensumgebung besser zurechtzufinden.