Rund 70 Menschen nahmen an der vierten Demokratiekonferenz im Katholische Gemeindehaus in Riedlingen teil. Unter dem Motto „Vernetzt für Demokratie: Austausch – Impulse – Beteiligung“ wurde deutlich wie wichtig es ist, Menschen zusammenzubringen, Ideen zu teilen und das Engagement vor Ort weiter zu stärken. Mit dabei waren auch der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Dahler, der Landtagsabgeordnete Berat Gürbüz sowie Landrat Mario Glaser, die die Bedeutung dieses Austauschs unterstrichen.
Landrat
In seinem Grußwort brachte Landrat Mario Glaser auf den Punkt, was viele an diesem Tag spürten: „Demokratie lebt von Austausch, Impulsen, Beteiligung und Diskurs.“ Gleichzeitig würdigte er das Engagement der Anwesenden, ohne das ein lebendiges Miteinander nicht möglich wäre.
Reger Austausch und praxisnahe Impulse in den Workshops
In den vier Workshops wurde Demokratie greifbar. Hier ging es nicht nur um Theorie, sondern um konkrete Erfahrungen und Ideen aus der Praxis. Das Kinder- und Familienzentrum St. Nikolaus aus Baltringen zeigte eindrucksvoll, wie schon die Jüngsten lernen können, ihre Meinung einzubringen und Konflikte friedlich zu lösen.
Bürgermeister Florian Bailer aus Dettingen an der Iller machte deutlich, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig einzubinden und ihnen echte Mitgestaltung zu ermöglichen.
Die Lesebar aus Ochsenhausen stellt ihr Gesprächsformat „Lesebar denkt laut“ vor und das „Bündnis Demokratie“ aus Ertingen zeigten, wie viel Kraft im Ehrenamt steckt – wenn Menschen sich zusammentun, ein Zeichen setzten und Räume schaffen, in denen Begegnung, Austausch und gemeinsames Engagement wachsen können.
Die Friedrich-Uhlmann-Schule aus Laupheim stellte ihr Projekt „Uhlmaninen“ vor. Alle fünf Jahre wird die Schule für eine Woche zur Stadt – ein Ort, an dem Schülerinnen und Schüler Demokratie nicht nur lernen, sondern aktiv erleben und gestalten.
Theaterstück „Leube – eine Frage des Gewissens“
Für einen nachdenklichen Abschluss sorgte das Theaterensemble des ZfP Südwürttemberg. Mit einem Ausschnitt aus dem Stück „Leube – eine Frage des Gewissens“ brachten die Schauspielerinnen und Schauspieler ein schweres Kapitel deutscher Geschichte auf die Bühne. Die Geschichte des Pfarrers Karl Leube, der während des Nationalsozialismus mit den Verbrechen in der Heil- und Pflegeanstalt Schussenried konfrontiert war, berührte das Publikum tief. Fragen nach Verantwortung, Mut und Gewissen standen im Raum – und hallten noch lange nach.
Auch nach dem offiziellen Ende blieb die Atmosphäre spürbar: In Gesprächen, Begegnungen und neuen Kontakten setzte sich das fort, worum es an diesem Tag ging – eine lebendige, engagierte und vernetzte Demokratie.
Auf unserem Instagram-Kanal haben wir ein Video zur Veranstaltung geteilt, welches einen kleinen Eindruck des Abend vermittelt









